Bergische Universität Wuppertal
Die Arbeits- und Umweltpsychologie an der Universität Wuppertal (AUW) unter Leitung von Prof. Dr. Meinald Thielsch vereint in einzigartiger Weise langjährige Erfahrung in der zivilen Sicherheitsforschung mit einer hohen Expertise sowohl in der Arbeits-, Organisations- und Ingenieurpsychologie als auch der Online-Panel-Forschung. Dies fügt sich an der Universität Wuppertal in besonderer Weise in ein lebhaftes interdisziplinäres Feld der Sicherheitsforschung in Lehre und Forschung ein. Insbesondere aus einer seit 2015 konstanten Zusammenarbeit von Meinald Thielsch mit dem IdF NRW aber auch mit anderen Organisationen im Sicherheitsbereich resultieren eine besondere Expertise im Anwendungsfeld Gefahrenabwehr und Hochrisikoarbeitsplätze, eine zweistellige Anzahl an nationalen und internationalen Fachveröffentlichungen sowie ein umfassendes Instrumentarium zur Evaluation der Feuerwehrausbildung auf allen Qualifikationsebenen. Mit dem Bevölkerungspanel PsyWeb mit derzeit über 27.000 Teilnehmenden ergeben sich zudem einmalige Möglichkeiten, verschiedenste Studien sowohl im Querschnitt als auch in längsschnittlichen Betrachtungen über die Zeit durchzuführen und die Ergebnisse von Expertenstudien mit der Perspektive von Laiinnen und Laien bzw. betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu ergänzen.
Seit 2024 existiert ein Kooperationsvertrag auf dem Gebiet der zivilen Sicherheitsforschung zwischen dem IdF NRW und der Bergischen Universität Wuppertal (BUW), der neuen akademischen Heimat der Projektleitung Prof. Dr. Meinald Thielsch und Dr. Mira von der Linde. Dies ist die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation zwischen Psychologie und IdF NRW. In den Jahren 2015 bis 2025 fanden hier mehrere Teilprojekte und viele Forschungsarbeiten an der Universität Münster statt. Die Schwerpunkte für den neuen Abschnitt der Kooperation sind seit Ende 2025 vor allem neue Technologien, Personalentwicklung und die Aus- und Fortbildung von Führungskräften, insbesondere in der Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt. Die Evaluation der Ausbildung der Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt, des feuerwehrtechnischen Dienstes (ehemals höherer feuerwehrtechnischer Dienst) wird im Rahmen der bestehenden Kooperation ebenfalls betrachtet. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Praxisnähe von Aus- und Fortbildung. Die Befragung von Teilnehmenden im unmittelbaren Anschluss an Veranstaltungen am IdF NRW kann den Dozierenden zwar ein unmittelbares Feedback zur Veranstaltung geben, jedoch ist es nicht möglich zu beurteilen, ob das Gelernte auch in der Praxis umgesetzt werden kann. Wie wichtig dies jedoch ist, zeigen viele wissenschaftliche Modelle.
Bereits im Jahr 2021 konnte die Online-Befragungsplattform FIRE Feedback in Betrieb genommen werden, die es ermöglicht, den langfristigen Erfolg der Führungskräfteausbildung am IdF NRW zu erfassen. Dies gestattet eine Betrachtung im Zeitverlauf bei gleichzeitiger Einhaltung hoher Datenschutzstandards. So können beispielsweise Gruppenführerinnen und Gruppenführer einige Monate oder sogar Jahre nach absolvierter Ausbildung gefragt werden welche Ausbildungsinhalte sie gut in der Praxis anwenden können und wo sie das Gefühl haben, dass ihnen noch Kompetenzen fehlen. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Aus- und Fortbildung.
Zusätzlich wird die Plattform für die Forschung zu Kompetenzen von Angehörigen der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes im und außerhalb des Einsatzes und weitere Studien genutzt. Unter anderem werden hier aktuelle Fragestellungen untersucht, wie zum Beispiel Wald- und Vegetationsbränden, Drohneneinheiten oder zu aktuellen Belastungen und Ressourcen von Feuerwehrkräften.

Weitergehende Informationen zum Projekt und die Möglichkeit zur Teilnahme an interessanten Studien erhalten Sie hier.
Universität Münster
Der Lehrstuhl Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität
Münster (OWMs, Prof. Dr. Guido Hertel) entwickelt Strategien und Verfahren,
mit denen die Effizienz und Humanität von Organisationen gesteigert sowie
Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert werden können.
Das IdF NRW kooperiert seit 2015 mit dem Lehrstuhl OWMs und der Universität
Münster. Ein erstes Projekt entstand im Zuge der Neustrukturierung und
Modularisierung der Zug- und Gruppenführerausbildung am IdF NRW unter dem
Projektnamen „Feedback-Instrumente zur Rettungskräfteentwicklung (FIRE)“
unter der Leitung von Prof. Dr. Meinald Thielsch (OWMs).
In den Folgejahren wurden weitere Kooperationsprojekte realisiert und
zahlreiche Evaluationsinstrumente entwickelt. Zudem wurden eine Vielzahl von
Abschlussarbeiten zu unterschiedlichen Themenbereichen durchgeführt. Unter
anderem wurde untersucht, inwieweit die am IdF NRW erworbenen Kenntnisse und
Kompetenzen auch am Heimatstandort der Führungskräfte in der Praxis
umgesetzt werden können.
Ein weiteres sehr sichtbares Ergebnis der Kooperation ist der Start der
Online-Befragungsplattform „FIRE Feedback“ im Jahr 2021. Die Plattform
ermöglicht es, den langfristigen Erfolg der Führungskräfteausbildung am IdF
NRW zu erfassen und die nachhaltige Wirkung der Ausbildung zu evaluieren.
Mit dem Wechsel von Prof. Dr. Meinald Thielsch an die Bergische Universität
Wuppertal (BUW) wurde das FIRE-Projekt 2026 an die BUW überführt und wird
dort weitergeführt. Die langjährige Kooperationsvereinbarung zwischen dem
IdF NRW und dem Lehrstuhl Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der
Universität Münster besteht unabhängig davon fort.
Verein zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb)
Seit 2015 haben der vfdb e.V. und das IdF NRW einen Kooperationsvertrag auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung. Ziele dieser Kooperation sind, die Arbeit der Feuerwehren und der übrigen in der Gefahrenabwehr Mitwirkenden kontinuierlich praxisorientiert zu innovieren und den Kooperationspartnern im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung einen strukturellen Standortvorteil zu verschaffen.
Die Schirmherrschaft für die Kooperation übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.
Der Sitz der Geschäftsstelle des vfdb e.V. am Außengelände des IdF NRW schafft eine solide Basis für die alltägliche Zusammenarbeit.
Technisches Hilfswerk (THW)
Die Übungsgelände des THW in Handorf und das Trainingsgelände an der Außenstelle des IdF NRW in Telgte grenzen unmittelbar aneinander.
In der Vergangenheit wurde dieser Vorteil jedoch nur selten genutzt. Lediglich die Rettungshundestaffel des THW übte zeitweise auf dem Gelände des IdF NRW.
Mit Unterzeichnung einer gegenseitigen Nutzungsvereinbarung und dem Bau eines Verbindungsweges mit Tor im Jahr 2020 ist es für die beiden Kooperationspartner nun deutlich einfacher, die Vorzüge und Möglichkeiten des jeweils anderen Geländes zu nutzen.
Die Kooperation bildet ferner den Grundstein für weitere gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen. Bei den zukünftigen Entwicklungen der jeweiligen Übungsgelände werden THW und IdF NRW die gegenseitigen Belange verstärkt berücksichtigen und Synergien nutzen.